Bei der neuen Version von Dropbox ist es keinesfalls übertrieben zu sagen: “It just works!”.
Clever vereinigt mit der Möglichkeit sensible Daten mit Hilfe von “encfs” vor neugierigen Blicken und Geschwistern zu schützen, gibt es endlich eine Lösung, die auch jeder DAU versteht und verwenden kann.
Einer der vielen großen Vorteile von Dropbox ist, dass es sowohl auf Linux, Mac und Windows funktioniert.
Man bekommt bei der Erstanmeldung ein Dropbox-Konto mit einem Freespace der augenblicklich 2 GB umfasst. Je nachdem wie viele neue Benutzer man wirbt, kann man diesen auf bis zu 3 Gb ausbauen.
Über diesen Account kann man dann alle Daten synchronsieren die man so benötigt. Dropbox ist auch somit auch gut geeignet für den Einsatz als collaborative Software.
Die Installation ist selbst unter Linux kinderleicht. Dropbox funktioniert dabei äußerst zuverlässig. Im Vergleich zu anderen Lösungen synchronisiert das Programm die Daten mit einem Server. Was einigen dabei sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass der Hersteller Evenflow Inc. Zugriff auf sensible Daten erlangen kann. Dies lässt sich jedoch durch den Einsatz eines Verschlüsselungsprogramms wirkungsvoll umgehen. Der Dropbox-GUI-Client ist unter der GPL veröffentlicht, während es die Software, die mit dem Server kommuniziert, nur binär gibt.
Im Konto erscheinen alle registrierten Rechner – die Daten zwischen ihnen synchronisiert der Server zukünftig vollautomatisch. Kein Zutun seitens des Benutzers ist dafür notwendig. Arbeiten man auf einer Reise offline und schließen den Laptop daheim wieder an das Netzwerk an, so läuft die Synchronisation unbemerkt – wie in allen Fällen – im Hintergrund ab.
Die hochgeladenen Daten werden im selben Augenblick auf allen anderen eingeloggten Rechner synchronisiert und stehen ab diesem Moment auch auf diesen zur Verfügung.
Die Datenfreigabe funktioniert aber nicht nur zwischen den eigenen Computern, sondern klappt auch genial einfach unter anderen Dropbox-Benutzern.
Ein paar kleine Schönheitsfehler hat aber leider auch dieses Programm. Trotzdem sind diese Markel aber nicht niederstreckend für Dropbox und wird zur Zeit auch von den Entwicklern bemerkenswert gut in Angriff genommen.
Ein kleiner Schönheitsfehler stellt momentan noch das Löschen von Daten dar. Man kann Daten nur permanent vom Server löschen, wenn man dies über einen kleinen Umweg über das Webinterface authorisiert bestätigt. Das Feature ist aber unter Umständen schon in der nächsten Version integriert.
Trotzdem: Wer schon immer nach einer einfachen Synchronisationslösung gesucht hat, wird bei Dropbox mit Sicherheit fündig.
Wer seine Daten unter Linux gerne verschlüsselt an Dropbox weitergeben möchte, dem habe ich hier ein kleines Tutorial zusammengeschrieben:
Unter Ubuntu wird ab der Version 9.10 ein vollständig verschlüsselter Ordner von Anfang mit ausgeliefert. Die Software, die dahinter stecken wird, nennt sich “encfs”. Dabei handelt es sich um einen im Userspace laufenden Dateisystem-Container. In der aktuellen version von Ubuntu ist encfs schon beinhaltet, allerdings in der Standartinstallation deaktiviert. So kannst du dein (Ubuntu-)Linux nachrüsten:
sudo apt-get install encfs fuse-utils
modprobe fuse
adduser USER fuse
Nun musst du noch den Dropbox-Ordner verschlüsseln. Dazu erstellt man ein Verzeichnis, welches später die nicht verschlüsselten Daten enthält:
mkdir /home/USER/Privat
Jetzt noch das verschlüsselte Dateisystem erstellen und einhängen:
encfs /home/USER/Dropbox/Privat /home/USER/Privat
Das Verschlüsselungsverfahren ist ganz nach dem Grad deiner Angst vor dem umherschleichenden Datenklau zu wählen. Normal reicht auchs chon der Standardmpdus aus. Ganz sensible Daten solltest du Den “Paranoid-Modus” wählen. Ebenso solltest du dir das Passwort verdamtm gut merken, denn ohne das kann man die Daten nie mehr wiederherstellen.
Dateien die sich vor der Verschlüsselung unter /home/USER/Dropbox/Privat befanden verschlüsselt encfs nicht nachträglich, es ist daher ratsam, wichtige Ordne von Anfang an zu schützen.
Ab jetzt überträgt Dropbox deine Daten nur noch verschlüsselt auf die Server. Die unverschlüsselten Daten befinden sich zukünftig unter /home/USER/Privat .
Posted in 24/7/365 News, Allgemein, Aus dem Leben eines WIF Studenten, Computer, Studium |